Der Rückruf von verunreinigter Babynahrung hat seit Dezember vergangenen Jahres für Besorgnis und viel Kritik gesorgt. Doch angesichts der Rückrufe sehen EU-Behörden die Vergiftungsgefahr bei Babys und Kleinkindern größtenteils gebannt. Die EU-Kommission hatte Anfang Februar davon gesprochen, dass die Frühwarnsysteme in der EU nach Bekanntwerden der Gefahr gut funktioniert hätten. Angefangen beim EU-Schnellwarnsystem für Lebensmittel…

„Es gab auch eine schnelle Reaktion der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit. Die hatte eine Meldung zur zugelassenen Menge des Toxins in Babymilch vor allem für Produzenten veröffentlicht. Alles in allem war das ein gutes Beispiel, wie die Lebensmittelsicherheit in der EU funktioniert.“
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit – EFSA – und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten- ECDC – haben jetzt in einer gemeinsamen Risikobewertung vorerst festgestellt, dass die Auswirkungen des gefundenen Toxins je nach Alter des Kindes als gering bis moderat bewertet werden. In Säuglingsnahrung u.a. von Nestlé und Danone waren Verunreinigungen gefunden worden, die bei Babys zu Erbrechen und Durchfall führen können. Entsprechende Fälle sind laut EFSA in Belgien, Österreich, Luxemburg, dem Vereinigten Königreich, Dänemark, Frankreich und Spanien bekannt. Weitere Untersuchungen laufen noch.