Es gibt gutes Plastik und es gibt schlechtes Plastik. – hat es mal von der EU-Kommission geheißen. Gut ist, wenn Plastik und Kunststoff so gemacht werden, dass man sie gut recyclen kann. Auch deshalb hatte die EU 2021 bestimmte Wegwerf-Produkte wie Plastik-Trinkhalme oder Einweggeschirr verboten. Beim UN-Plastikgipfel in Busan in Südkorea sollte jetzt eine internationale Vereinbarung getroffen werden, um den Plastikmüll weltweit zu reduzieren. Das hat nicht funktioniert. U.a. weil einige Ölförder-Länder sich nicht auf Vorgaben zur Plastikproduktion einlassen wollten. Das ist bedauerlich, heißt es von der EU-Kommission.
Fred MARVAUX Plastikkrise
„Wir sind nach wie vor fest entschlossen, eine globale Lösung für die Plastikverschmutzung zu finden. Wir sind nicht zu diesen Gesprächen gegangen, damit sie am Ende ohne Abkommen enden. Wir sind dorthin gegangen, um einen rechtsverbindlichen Vertrag mit entschiedenen Maßnahmen gegen die Plastikverschmutzung zu erreichen.“
Im Frühjahr kommenden Jahres soll weiter verhandelt werden. Offene Fragen bleiben, wo die Verbesserungen ansetzen sollen. Sollte es mehr Mehrwegsysteme und bessere Abfallsammelsysteme geben? Sollte mehr Plastik recycelt werden? 178 Staaten konnten sich nicht einigen. Doch aus Sicht der EU-Kommission gibt es einen positiven Punkt.
„Was positiv ist, ist dass mehr als 100 Länder unsere Ambitionen teilen. Und die Zahl derer steigt tatsächlich. Wie werden jetzt mit unseren Partnern weiter daran arbeiten, ein ehrgeiziges Abkommen zu erreichen. Wir als EU wollen mit gutem Beispiel vorangehen, wir werden die EU-Gesetzgebung weiter umsetzen, einschließlich dem Ökodesign für nachhaltige Produkte, erweiterte Herstellerverantwortung und Abfallmanagement.“
Die Vorbereitungen für das nächste Treffen, um den Plastikmüll weltweit zu reduzieren, laufen aus Sicht der EU-Kommission bereits.