Das Vertrauen in die EU ist so hoch, wie seit 2007 nicht mehr. Das zeigt das aktuelle Eurobarometer. Die Menschen in der EU wünschen sich angesichts der weltweiten Herausforderungen aber auch eine stärkere und unabhängige Europäische Union. Im Mai dieses Jahres, kurz vor der Europawahl, hatten wir junge Europäer und Europäerinnen gefragt: Warum EU, und wo müsste sie besser werden. Der heute 19jährige Anton hat damals gesagt:

„Grundsätzlich halte ich das europäische Konzept und die Europäische Union für sehr wichtig. Nicht nur in wirtschaftlichen und politischen Fragen, sondern auch in sicherheitspolitischen Fragen. Wenn man sich den Krieg in der Ukraine anschaut, wahrscheinlich wichtiger denn je. Ansonsten finde ich die Europäische Union auch auf internationaler Ebene jetzt auch wichtiger denn je. Mit neuen flammenden Konflikten und auch der multipolaren Weltordnung mit Russland, Amerika, China, auch Indien. Und was mir da schon Sorgen macht, ist auch die Durchsetzungskraft der EU.“
Damit ist Anton auf einer Linie, mit dem, was fast 27.000 Befragte aus den 27 EU-Staaten im aktuellen Eurobarometer sagen. Sicherheit und Unabhängigkeit sind wichtig, aber auch Nachhaltigkeit und die Energie-Infrastruktur. Das Zepter der EU ist zum 1. Dezember 2024 übergeben worden. Die neue EU-Kommission ist vom EU-Parlament bestätigt worden. Der scheidende Präsident des Europäischen Rates, also der Versammlung der EU-Chefs und -Chefinnen, Charles Michel aus Belgien hat an seinen Nachfolger António Costa aus Portugal übergeben. Mit Worten dazu, was die EU ist, und was sie werden muss. Erstmal, so Michel, sei die EU wahrscheinlich die beste Idee, die die Menschen sich jemals ausgedacht haben…
„… trotz all der schwierigen Herausforderungen bin ich optimistisch für unsere europäische Zukunft, wegen der Menschen, wegen ihrer Energie, wegen ihrer Träume!“
Die vergangenen fünf Jahre seien schon besonders herausfordernd gewesen. Angefangen bei der Corona-Pandemie, gefolgt vom Krieg in der Ukraine und der Energiekrise, so Michel. António Costa übernimmt in einer Zeit das Amt des EU-Ratspräsidenten, in der es darum geht, die EU wettbewerbsfähiger zu machen, weiter am grünen Wandel zu arbeiten und die Verteidigungskraft zu stärken. Er wolle die Einigkeit der EU in aller ihrer Vielfalt stärken, so António Costa.
„Bei Europa geht es um Werte, Frieden und Wohlstand.“