Cyberangriffe auf Kühlanlagen in Supermärkten beschäftigen die Behörden mittlerweile in Deutschland und mindestens sieben weiteren EU-Ländern. Die EU-Kommission hat gestern zwei Krisentreffen einberufen, und ist in enger Abstimmung mit den Mitgliedstaaten, so ein Kommissionssprecher.

„Wichtig ist, dass Informationen darüber ausgetauscht werden, was geschehen ist, und wie man gemeinsam am besten darauf reagieren kann; denn es ist nicht nur ein einzelner Mitgliedstaat betroffen, sondern mehrere. Diese Vorfälle zeigen einmal mehr, wie Cyberangriffe grundlegende Dienste beeinträchtigen und den Alltag der Bürgerinnen und Bürger in Mitleidenschaft ziehen können.“
An den Krisentreffen haben laut EU-Kommission unter anderem die EU-Cybersicherheitsagentur Enisa, Europol und die zuständigen Experten der Kommission teilgenommen. Auch das europäische Netzwerk für Cyberkrisen „EU CyCLONe“ sei aktiviert worden. Vermutungen, woher die Hackerangriffe kommen könnten, wollte der Kommissionssprecher nicht weiter kommentieren. Bei den Hackerangriffen war die Temperatur der Kühl- und Gefrieranlagen in den betroffenen Supermärkten hochgefahren worden. Die Ware musste weggeworfen werden.