Gegen die EU-Wohnungskrise jetzt Aktion zeigen

Junge Menschen, Alleinerziehende, Studierende und Familien mit Kindern – um nur ein paar zu nennen – haben EU-weit ein gemeinsames Problem: Sie haben sehr häufig große Schwierigkeiten, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Bei einem Wohnungsforum sind jetzt politische Entscheidungsträger, Zivilgesellschaft, Finanzinstitutionen, Bürgerinnen und Bürger zusammengekommen, um politischen Versprechen möglichst auch Taten folgen zu lassen. Eingeladen hatten die EU-Kommission und der Sonderausschuss zur Wohnungskrise des EU-Parlaments. Die Vorsitzende Irene Tinagli hat nach dem Treffen gesagt:

Blick durch einen Bauzaun auf eine Baustelle an einem großem Gebäude.

„Jetzt ist die Zeit, aktiv zu werden. Jeder hat heute nach echtem Einsatz verlangt, um die Dinge voranzubringen. Wir kennen die Diagnose, wir wissen, was getan werden sollte und könnte. Wir müssen aufs nächste Level kommen.“

Und das bedeute vor allem, Geld in die Hand zu nehmen. Öffentliches und privates Geld, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, so Tinagli. Und dann müsse immer noch genau hingeschaut werden.

„Wir müssen sicherstellen, dass die nächsten Aktionsschritte nicht zu mehr Spekulationen führen, sondern Spekulationen vielmehr stoppen. Und versuchen, den Wohnungsmarkt wieder zu einem besser funktionierenden Mechanismus zu machen. Der Fokus sollte auf den Bedürfnissen von Familien, Studierenden liegen, und sicherstellen, dass es nicht wieder außer Kontrolle gerät, wie in der Vergangenheit.“

Diese Forderungen jetzt zu stellen, sei auch deshalb ein guter Zeitpunkt, weil zum nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der EU für die Jahre 2028-2034 verhandelt wird. Und alle Entscheidungsträger hätten beim Treffen vor allem nach mehr Unterstützung verlangt, sagt Irene Tinagli. Einen EU-Wohnungsgipfel soll es in der zweiten Hälfte dieses Jahres geben.