Berichte über Kerosinmangel und gestrichene Flüge lassen viele um die Flugreise in den Sommerurlaub bangen. Und es stellt sich die Frage: Kann die EU eigentlich was tun? Das ist erstmal Angelegenheit der Unternehmen, heißt es von der EU-Kommission. Denn es gibt den Unterschied zwischen strategischen Ölvorräten, die als staatliche Notreserven dienen und kommerziellen Vorräten, so die Kommissionssprecherin.

„Wir sehen jetzt viele Berichte, bei denen es hauptsächlich um kommerzielle Vorräte von Kerosin geht. Hier bekommt die EU-Kommission Informationen von den Airlines und anderen relevanten Akteuren. Sie sind nicht verpflichtet, diese Informationen rauszugeben. Aber sie nehmen am laufenden Koordinierungsbemühen teil. Es ist also nicht an der EU-Kommission, zu vermelden, wieviel Kerosin Unternehmen oder die Mitgliedstaaten haben.“
Was die EU-Kommission aber habe, sei ein umfassender Überblick über die Kraftstoffvorräte ihrer Mitgliedstaaten, so die Kommissionsprecherin. Denn seit Beginn der Krise gebe es wöchentlich Treffen der Ölkoordinierungsgruppe mit Vertretern der Mitgliedstaaten, der Industrie, der Internationalen Energie Agentur und anderen Beteiligten. Die Experten raten, dass sich die EU auf mögliche Folgen vorbereiten sollte, wenn sich die Lage über Ende Mai hinaus fortsetzt.
„Die Kommission koordiniert alles, wir sind vorbereitet und haben einen umfassenden Überblick über die Lage. Darüber hinaus werden wir diese Woche auch Leitlinien für Fluggesellschaften veröffentlichen.“
In denen soll es u.a. auch um Passagierrechte gehen.