Kann man mit Worten Weltenbrände löschen?

Können mahnende Worte helfen, einen Flächenbrand zu löschen? Die EU-Kommission versucht weiter mit Appellen, die brandgefährliche Situation im Nahen Osten abzukühlen, indem sie sich auf das Völkerrecht beruft. Auch die Angriffe Israels auf den Libanon würden dagegen verstoßen, so der Sprecher für auswärtige Angelegenheiten der EU-Kommission.

Nahaufnahme des Sternenkreises auf einer EU-Flagge.

„Die Lage ist sehr ernst. Wir als EU verurteilen die jüngsten Angriffe durch Israel auf den Libanon aufs schärfste. Die haben eine große Zahl von Opfern in der Zivilbevölkerung gefordert und schwere Schäden in der zivilen Infrastruktur verursacht. (…) Deshalb wiederholen wir noch einmal, dass das Völkerrecht und das humanitäre Recht eingehalten werden müssen. Und das verlangt den Schutz von Zivilisten zu jeder Zeit.“
Ähnlich fällt die Reaktion der EU-Kommission auf die Maut in der Straße von Hormus aus. Nach Medienberichten nimmt der Iran für die Durchfahrt von Schiffen durch die Meerenge im Persischen Golf eine Gebühr. US-Präsident Trump könnte sich ein Joint-Venture vorstellen und mit verdienen, so seine Aussage in einem Fernsehinterview. Die Reaktion aus Brüssel:

„Wir fordern, das Völkerecht einzuhalten. Und wenn man sich das Völkerrecht ansieht, würde es keine Maut geben. Nun ist es natürlich Sache der betroffenen Unternehmen und Reeder zu entscheiden, ob sie trotzdem diese Gebühr zahlen wollen. Und es ist diesen Unternehmen überlassen, ob sie das gegen verschiedene Interessen abwägen.“