Wir begrüßen den vereinbarten Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran. Das schreiben die EU-Spitzen, die Regierungschefs und -Chefinnen von sechs EU-Staaten, Kanada und Großbritannien in einer gemeinsamen Erklärung. Jetzt gehe es darum, möglichst schnell und nur mit diplomatischen Mitteln eine echte Lösung zu finden. Dazu haben wir Prioritäten, so ein Sprecher der EU-Kommission.
Holger Winkelmann | Euranet Plus „Unsere Prioritäten bleiben, zu verhindern, dass der Iran Atomwaffen erwirbt, und die Beendigung seiner destabilisierenden Aktivitäten, einschließlich seines ballistischen Raketenprogramms. Außerdem die Garantie freier Schifffahrt in der Straße von Hormus im Einklang mit dem Völkerrecht und dem Seerecht.“
Doch die Ereignisse sind schneller als die Reaktionen. Gestern hat der Iran die Straße von Hormus nach kurzer Öffnung wieder geschlossen, weil Israel weiter Angriffe auf den Libanon geflogen hat. Israel will damit die mit dem Iran verbündete Hisbollah treffen. Die Waffenruhe steht damit auf wackeligen Füßen. Wir fordern alle Seiten auf, den Waffenstillstand umzusetzen, auch im Libanon, heißt es in der gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Frankreich, Italien, Dänemark, den Niederlanden, Spanien, Großbritannien, Kanada, sowie von Kommissionschefin von der Leyen und EU-Ratspräsident Costa.