Die Facebook-Mutter Meta hat einen blauen Brief von der EU-Kommission bekommen. Aus Brüssel kommt eine Beschwerde, weil die Kommission der Auffassung ist, dass Meta bei WhatsApp KI-Assistenten von anderen Anbietern ausschließt. Das würde gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen, so ein Sprecher der EU-Kommission.

„Metas Verhalten dürfte den Wettbewerb auf dem Markt schädigen – und nicht nur einzelne Konkurrenten. Wir gehen davon aus, dass die kleinsten KI-Systeme, insbesondere neue Marktteilnehmer und Startups, am stärksten von Metas Verhalten betroffen sein werden. Für viele von ihnen ist WhatsApp ein wichtiger und ein besonders effizienter Einstiegspunkt in den Markt für KI-Systeme.“
Meta hatte Ende vergangenen Jahres eine Aktualisierung seiner WhatsApp-Nutzerbedingungen für Firmenkunden angekündigt. Und seit Januar 2026 ist auf WhatsApp nur noch der eigene KI-Assistent von Meta – Meta AI – verfügbar. Konkurrierende KI-Angebote sind ausgeschlossen wurden. Die EU-Kommission will durch einstweilige Maßnahmen verhindern, dass diese Änderung durch Meta dem Markt ernsten und nicht wiedergutzumachenden Schaden zufügt. Meta hat jetzt Gelegenheit, sich zu den Bedenken der Kommission zu äußern.