Lass uns reden. Über die Arktis und Grönland und einen besseren Schutz des Nordatlantik. Unter dieser Überschrift sollen heute wohl auch die Gespräche zwischen Dänemark, Grönland und den USA in Washington laufen. Bei uns laufen schon ganz viele Gespräche zum Schutz der Arktis und zum Schutz Grönlands, sagt Boris Pistorius. Der Bundesverteidigungsminister hatte gestern die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas zu Gast. Und beide sind sich einig; es muss noch einiges passieren.
„Weil wir wissen, und erkennen müssen, das ist noch nicht überall angekommen, dass die Arktis eine größere Rolle spielt für die globale Sicherheit als noch vor 10 oder 20 Jahren.“
EU/Aurore Martignoni Kaja Kallas
Und damit zeigt der Finger vor allem in Richtung Russland. Denn, so sagt Pistorius, Putins Hunger nach mehr wird nicht bei der Ukraine oder der Ostflanke der Nato enden. Deshalb sei für die Nato und Europa gemeinsam Präsenz zeigen jetzt ganz wichtig.
„Deswegen ist es eben kein vor allem oder ausschließliches amerikanisches Interesse, dass Grönland und die Arktis sicher bleiben, sondern ein Interesse der Nato insgesamt und übrigens auch eines Europas insgesamt, weil die Nordatlantik-Route von zentraler Bedeutung für die wechselseitige Versorgung Amerikas und Europas und der Beziehungen zueinander sind.“
Doch wie weit wäre Europa zu gehen, wenn auch der US-Präsident seine Hand Richtung Grönland zu weit ausstreckt? Das, sagt Kaja Kallas, diskutieren wir nicht in der Öffentlichkeit.
„Wir haben diese Diskussionen, auch welche Mittel haben wir. Wir reden mit den Mitgliedstaaten, einschließlich Dänemark, was ist die Situation. Aber wir bereiten uns ganz bestimmt nicht in der Öffentlichkeit vor.“