Die neue Drogenstrategie der Kommission

“Dear young people, I have a very personal message for you. When it comes to drugs and alcohol: just say no!”

Was die ehemalige First Lady Nancy Reagan schon 1984 den Drogen entgegenstellen wollte, versucht jetzt auch die EU-Kommission. Mit ihrer neuen Drogenstrategie sagt sie: Nein zum Drogenhandel. Nein zu mit billigen Drogen geflutete Städte. Nein zur organisierten Drogenkriminalität. Nein zu synthetischen Drogen. Denn, Europa hat eine Drogenkrise, sagt Innen-Kommissar Magnus Brunner.

European Union, 2024 - Photographer: Bogdan Hoyaux

„Zwischen 2013 und 2023 ist die Menge der in der EU sichergestellten Drogen dramatisch gestiegen. Kokain sechs Mal mehr als vor einem Jahrzehnt, eine Verdreifachung bei Meth, mehr als doppelt soviel bei Ecstasy.“

In fünf Schlüsselbereichen will die EU gegenhalten. Ein Punkt ist der bessere Schutz der öffentlichen Gesundheit. Das soll durch verstärkte Präventionsmaßnahmen erreicht werden. Aber auch die Behandlung und Wiedereingliederung von Abhängigen sollen eine größere Rolle spielen. Ansonsten soll das gesamte Arsenal an Überwachung, Zusammenarbeit mit Ländern in Lateinamerika, Datenaustausch, Kooperation der zuständigen Behörden und neuesten Technologien aufgefahren werden.

„Wir wollen auch mit modernster Detektoren-Technik arbeiten, um Drogen abzufangen, die per Post verschickt werden. Und auch Online. Dort haben wir KI-Röntgen-Tools. (…) Drogenschmuggler nutzen natürlich die neuesten Technologien. Und deshalb müssen wir den Fokus auch auf Innovationen legen, um sie zu schlagen. Deshalb richten wir einen Innovations-Campus ein, um Spitzentechnologie zu testen und den Drogenhandel zu unterbinden.“

Bleibt abzuwarten, was die Kartelle, Dealer, „Köche“ und Sonstige dazu sagen… Ansonsten hilft ja vielleicht die altmodische Methode.
„Just say no!“