Der Schutz der europäischen Außengrenzen ist von höchster Wichtigkeit. Mit diesem Satz fängt fast jedes Statement an, wenn es um Migration, Terrorismus, oder organisierte Kriminalität geht. Das digitale Einreise-/Ausreisesystem – kurz: EES soll das Grenzmanagement verbessern. Und als Starttermin hat die EU-Kommission jetzt den 12. Oktober 2025 festgelegt. EU-Innenkommissar Magnus Brunner hatte im Frühjahr zu EES gesagt.
European Union, 2024 - Photographer: Bogdan Hoyaux „Mit diesem System hat Europa das technisch fortschrittlichste Grenzmanagement-System der ganzen Welt. Das neue System ist dafür gemacht, zusammenzuarbeiten, und wird auch die Wirksamkeit und Effizienz der Kontrollen an den Außengrenzen verbessern. Und letztendlich wird es uns helfen, kriminelle und terroristische Straftaten aufzudecken und zu verhindern. Und es wird natürlich illegale Migration bekämpfen.“
Das EES ist ein vollständig digitales System für die Ein- und Ausreise von Nicht-EU-Bürgerinnen und Bürgern, die für Kurzaufenthalte in 29 europäische Länder reisen, einschließlich der assoziierten Schengen-Staaten. Es sind also auch Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz dabei. Nicht dabei sind Zypern und Irland. EES wird biometrische Daten wie Fingerabdrücke, Gesichtsbilder und andere Reiseinformationen erfassen. Ab dem 12. Oktober haben die Mitgliedstaaten sechs Monate Zeit, um EES einzuführen.