Schengen-Statusbericht und Alternativen zu Grenzkontrollen

Wie steht es eigentlich so kurz vor der Sommerreisezeit um den Schengenraum? Das zeigt der aktuelle Schengen-Status-Bericht für 2025/26. Ursprünglich wurde der Schengenraum geschaffen, um grenzenloses Reisen in der EU zu ermöglichen. Doch Grenzen wurden wieder geschlossen u.a., um illegale Einwanderung zu regulieren. Der Schengen-Kodex erlaubt aus bestimmten Gründen, vorübergehend wieder Kontrollen an Binnengrenzen durchzuführen. Das „Vorübergehend“ erklärt Kommissionssprecher Markus Lammert.

Blick aus der Froschperspektive an einem Maschendrahtzaun hoch, im Hintergrund blauer Himmel und weiße Wolken

„Es gibt die allgemeine Regel, dass ein Mitgliedstaat interne Grenzkontrollen für bis zu zwei Jahren anmelden kann. Sie können unter bestimmten Umständen verlängert werden. Und die EU-Kommission kann auch Stellungnahmen abgeben.“

Die EU-Kommission ist darum bemüht, den freien Personen- und Warenverkehr im Schengenraum wieder herzustellen. Dazu sind wir im Dialog mit den entsprechenden Mitgliedstaaten.

„In diesen Dialogen unterstreichen wir die Notwendigkeit, Störungen für Reisen und die regionale Wirtschaft so gering wie möglich zu halten. Und wir zeigen auch Alternativen zu solchen Kontrollen an Binnengrenzen. Denn wir glauben, dass es tatsächlich effizientere und effektivere Alternativen und Lösungen gibt.“

Im Schengen-Status-Bericht stehen Vorschläge wie: mehr operative Zusammenarbeit und Informationsaustausch, oder mobile Technologien zur biometrischen Identifizierung und Fahrzeugverfolgung. Um den „Schengen-Effekt“ zu bewerten, hat die EU-Kommission eine Studie über die Vorteile von Schengen und die Kosten einer Wiedereinführung von Grenzkontrollen an den Binnengrenzen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Studie sollen in diesem Jahr veröffentlicht werden. Was sich laut Schengen-Status-Bericht gut entwickelt, sind die digitalen Ein- und Ausreise-Kontrollen an den EU-Außengrenzen.

„Seit Oktober 2025 hatten wir fast 66 Millionen Ein- und Ausreisen. Und auch über 32.000 verweigerte Einreisen. Das zeigt die Effizienz des Systems. Und wir hatten auch über 800 Personen, die als Sicherheitsrisiko für die Union identifiziert wurden.“