Green Building Kopenhagen und das Neue Europäische Bauhaus

Während in Glasgow die Staatsoberhäupter die Köpfe bei der Weltklimakonferenz zusammenstecken, fand auch die “Building Green” statt. Rund 8000 Besucher, 130 Vortragende und 150 Aussteller kamen dazu in Kopenhagen zusammen. Amélie Förster weiß mehr.

©Mint Images

A workman carrying a large solar panel at a green house construction site.

Building Green ist ein jährliches Event, bei dem unterschiedlichste Akteure der Baubranche zusammenkommen. Das Event findet in Kopenhagen statt und bringt internationale und nationale Fachleute der Baubranche ins Gespräch, um Visionen für eine grünere Architektur und Co. zu entwickeln. Am Donnerstag war EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen als Speakerin eingeladen, einen Vortrag über das Europäische Bauhaus zu halten.

„Als Walter Gropius 1919 die ursprüngliche Bauhaus-Schule gründete, war sein Ziel – und ich zitiere – „eine neue Handwerkerzunft zu schaffen, ohne die Grenze zwischen Handwerker und Künstler“. Als wir hundert Jahre später das Neue Europäische Bauhaus ins Leben riefen, wussten wir, dass wir noch höher hinaus wollen. Denn es gab bereits eine neue Generation von Architekten, Designern und Ingenieuren.“

Gemeint ist damit die Building Green Community, die sich gerade in Kopenhagen trifft. Inzwischen gibt es Zahlen laut denen mehr als 4o Prozent der weltweiten Emissionen aus dem Gebäude-Bereich kommt und die Hälfte des weltweiten Mülls stammt ebenfalls aus der Baubranche. Ein Grund sich weiterzuentwickeln. In Europa soll das neue Europäische Bauhaus dazu beitragen. Nämlich durch:

  1. Die Wiederverbindung mit der Natur.
  2. Die Zurückgewinnung des Gefühls der Zugehörigkeit zu einer Gemeinde oder Stadt.
  3. Die Priorisierung von Nachhaltigkeitskonzepten für Orte und Menschen in Not.
  4. Die Neuausrichtung auf den Lebenszyklus von Gebäuden und deren Materialien.

Beim Umsetzen des Neuen Europäischen Bauhaus sieht EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nun das Engagement der Building Green Community als besonders wichtig an. Es bleibt also spannend auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Baubranche. Einige Weichen für diese Entwicklung werden dazu sicher noch in den nächsten Tagen auf der Weltklimakonferenz gestellt und dazu halten wir hier natürlich auf dem Laufenden.