„Wir in der EU können auch KI“, hören wir immer wieder, wenn es um die Übermacht der großen Tech-Player in Sachen Künstliche Intelligenz geht. Wir müssen auch machen, schon allein aus Sicherheitsgründen, und um unabhängig zu bleiben, wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union gesagt hat.
EU/Etienne Ansotte Ursula von der Leyen,
„We need to stay in the race.”
Doch es geht nicht nur darum, im Rennen zu bleiben. Es gehe auch darum, einen „großen Schatz“ zu nutzen.
„Wir verfügen über erstklassige Industriezweige, die über Daten von höchster Qualität verfügen. Diese Daten sind ein wertvoller europäischer Schatz. Sie sind es, die maßgeschneiderte industrielle KI-Modelle antreiben können.“
Was sein kann und soll, wird in diesen Tagen besprochen. Für die EU ist der KI-Innovationsmonat gestartet. Bis zum 17. November kommen politische Entscheidungsträger, die Industrie, der öffentliche Sektor und die Forschung zusammen, um zu besprechen, wie KI in allen Wirtschaftszweigen der EU entwickelt und angewendet wird. Ein aktuelles Eurobarometer zeigt: KI wird in europäischen Unternehmen zunehmend genutzt. Doch die Umfrage zeigt auch: Hohe Investitionskosten (50 %), Rechtsunsicherheit (49 %) und mangelndes Fachwissen (48 %) sind für rund die Hälfte der Unternehmen nach wie vor die Haupthindernisse für eine breitere Nutzung. Befragt wurden kleine und mittlere Unternehmen, sowie Midcap-Unternehmen.