Wie war das: Messer, Schere, Licht, sind für kleine Kinder nicht! Im Zeitalter der Sozialen Medien und der künstlichen Intelligenz gibt es ganz neue, Gefahren, vor denen immer mehr Länder Kinder und Jugendliche schützen wollen. Eine Expertenkommission hat jetzt ihre Empfehlungen für Deutschland vorgestellt. Bundesfamilienministerin Karin Prien plant für die Nutzung von Social Media bei Kindern eine Altersgrenze von 13 Jahren. In Abstimmung mit der EU.
Amélie Förster | Euranet Plus „Die Expertenkommission hat einen stark europarechtlichen Ansatz bei der Regulierung. Ich glaube auch, dass das richtig ist, die europarechtliche Verständigung auf diesem Gebiet zu suchen.“
Für die Altersüberprüfung setzt die Ministerin auf die EUDI-Wallet ab 2027. Die European Digital Identity Wallet ist die digitale Brieftasche der EU. Per Smartphone-App kann man dort Identität und offizielle Dokumente digital hinterlegen. Die Expertenkommission hat zwei Optionen zur Altersbegrenzung vorgeschlagen: eine Altersgrenze von 13 Jahren. Mit Ausnahmen für kindgerechte und risikoarme Angebote. Zu denen zählt Karin Prien auch Messenger-Dienste. Für Teenager zwischen 13 und 18 Jahren sollen abgestufte Schutzvorkehrungen gelten. Auf EU-Ebene will eine Expertenkommission am 13.Juli ihre Empfehlungen vorstellen.
„Die Kommissionspräsidentin hat ja angekündigt, schon im September dazu Regulierungsvorschläge vorzulegen. Deshalb ist es für uns relativ einfach, sozusagen parallel zu arbeiten. An einer nationalen Regelung, aber eben auch sehr parallel jetzt zu beobachten, was in Europa passiert, und das entsprechend dann zu berücksichtigen. Umgekehrt können wir mit unseren Ergebnissen auch die Arbeit der Kommission nochmal mit beeinflussen.“