Faktencheck: Hantavirus

Als im Mai bekannt wurde, dass auf einem Kreuzfahrtschiff Passagiere am Hantavirus erkrankt waren, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO uns alle wissen lassen: „Auch wenn das ein ernster Vorfall ist, bewertet die WHO das Risiko für die öffentliche Gesundheit als niedrig.“ Und doch haben viele sofort an die Corona-Zeit gedacht und Desinformationen haben sich wieder schnell verbreitet. Linda Givetash aus dem Euranet Plus-Faktencheckteam.

„Die Europäische Beobachtungsstelle für digitale Medien hat berichtet, dass Hantavirus-Fehlinformationen weit verbreitet waren, darunter „Panikmache über bevorstehende Lockdowns und Massenimpfkampagnen“ und „die Verbreitung von KI-generierten Bildern der Ereignisse, die als echt ausgegeben wurden“.

Auch die Medien haben ihren Teil dazu beigetragen. Denn beim Anspruch, schnell frische und fundierte Informationen zu liefern, können Fehler passieren. Und manche Chefredakteure und Gesundheitsexperten haben die ständige Flut von Hantavirus- Schlagzeilen als Panikmache kritisiert. Dann ist da noch eine andere Flut von Informationen, die die WHO als „Gesundheits-Infodemie“ bezeichnet.

„Eine Pew-Research-Umfrage vom Mai hat gezeigt, dass „die Hälfte der Erwachsenen unter 50 Jahren in den USA angibt, Gesundheits- und Wellness-Informationen von Social-Media-Influencern oder Podcasts zu erhalten“. In einem Bericht des EU-Parlaments aus dem Jahr 2024 wird auch auf ein breites Spektrum von Quellen hingewiesen, darunter Wellness-Influencer, Lifestyle-Marken und andere gewinnorientierte Unternehmen, die die Entscheidungen der Menschen über ihre Gesundheit beeinflussen.

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