Meta muss konkurrierenden allgemeinen KI-Assistenten wieder freien Zugang zu WhatsApp gewähren. Das verlangt die EU-Kommission. Denn seit Anfang des Jahres sind fremde KI-Anbieter von WhatsApp quasi ausgeschlossen und nur noch die eigene KI von Meta verfügbar. Von der EU-Kommission heißt es: Meta habe angekündigt, Konkurrenten wieder Zugang zu WhatsApp zu gewähren, doch dieser Zugang könnte kostenpflichtig sein. Das Problem sei, dass diese Gebühr so hoch ist, dass sie sich für Wettbewerber in der Praxis wirtschaftlich nicht rechnet. Wir haben diese einstweiligen Maßnahmen angeordnet, um Schaden für den Wettbewerb abzuwenden, sagt EU-Kommissarin Teresa Ribera.
Aurore Martignoni „Wir haben aus den Entwicklungen auf den Technologiemärkten der Vergangenheit unsere Lehren gezogen. Dass die Wettbewerbsbehörden in einigen Fällen nicht schnell genug gehandelt haben, hat womöglich dazu geführt, dass sich marktbeherrschende Akteure so stark festsetzen konnten, dass kein echter Wettbewerb auf diesen Märkten mehr möglich war. Genau das wollen wir vermeiden. Im Bereich der KI dürfen wir das nicht zulassen. Es steht zu viel auf dem Spiel. Die Wahrung des Wettbewerbs auf den KI-Märkten ist entscheidend, um Innovationen in Europa und unsere strategische Autonomie zu sichern – und natürlich, um den europäischen Bürgerinnen und Bürgern eine echte Auswahl zu gewährleisten.“
Mit der jetzt angeordneten einstweiligen Maßnahme ist der Fall für die EU-Kommission aber noch nicht abgeschlossen. Die Untersuchungen in diesem Kartellfall sollen weitergehen.