Die Republik Moldau ist mit Beginn des Krieges in der Ukraine vielen erstmals ins Bewusstsein geraten. Das kleine Land mit nur etwa 2,5 Millionen Einwohnern liegt zwischen Rumänien und der Ukraine. Seit 2024 laufen die Beitrittsverhandlungen zur EU. Und wie es um die steht, ist Thema in der aktuellen Folge des Euranet Plus Panorama Podcast. Erweiterungs-Kommissarin Marta Kos ist zuversichtlich, dass die für den EU-Beitritt erforderlichen Reformen in Moldau auf dem Weg sind.
EU/Lukasz Kobus Moldau
„Die Mitgliedstaaten haben wichtige Reformziele für Moldau formuliert, um Fortschritte in diesen entscheidenden Bereichen der Angleichung an die EU zu gewährleisten. Moldau verfügt jetzt über alle notwendigen Voraussetzungen, um die Beitrittsreformen voranzutreiben. Das ist eine echte Chance, Reformen zu beschleunigen, die die Menschen im Alltag spüren werden. Moldau sollte sich weiterhin auf die grundlegenden Dinge konzentrieren: faire Gerichte, weniger Korruption und starke, rechenschaftspflichtige öffentliche Institutionen. Ohne diese sind alle anderen Dinge bedeutungslos.“
Doch trotz des Gefühls des Fortschritts sind die formellen Verhandlungen ins Stocken geraten. Das liegt in erster Linie daran, dass der Beitrittsprozess der Republik Moldau mit dem der Ukraine verflochten ist. Und Ungarn hat Einwände gegen den EU-Beitritt der Ukraine. Moldaus Präsidentin Maia Sandu hat im Interview mit den Euranet-Kollegen aus Estland gesagt: vor allem externe Faktoren würden den Beitrittsprozess behindern. Aber nicht nur…
“Ja, wir müssen die Probleme mit Justiz und Korruptionsbekämpfung lösen. Denn ohne Rechtsstaatlichkeit verlieren die Menschen das Vertrauen in ihren Staat und in dieses Land. Darüber hinaus besteht die Herausforderung jetzt darin, die Sicherheit Moldaus zu gewährleisten. Und das gelingt nur durch die EU-Mitgliedschaft. Das ist mein oberstes Ziel.“