Er besteht seit über dreißig Jahren, hat laut EU-Kommission 26 Millionen Unternehmen und rund 450 Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher. Und ist damit:
„Our greatest asset is the single market.”
Der EU-Binnenmarkt ist nicht nur das größte Kapital der EU, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union im vergangenen Jahr gesagt hat. Er ist auch einer der weltweit größten Wirtschaftsräume. Doch es läuft nicht alles so, wie es laufen sollte, um das Potenzial voll auszuschöpfen. Überregulierung und viel Bürokratie sind die Haupthindernisse. Im Mai 2025 hatte die EU-Kommission ihre Binnenmarkt-Strategie vorgestellt, um die zehn größten Hindernisse anzugehen. Bei einem Spitzentreffen von führenden deutschen Industrie- und Wirtschaftsverbänden in Berlin hat von der Leyen im September 2025 gesagt.
Amélie Förster | Euranet Plus „Und es kann auch nicht sein, dass ein Unternehmen seine Produkte EU-weit – wenn es sie vertreiben will in den 27 Mitgliedstaaten-, sie 27-mal neu kennzeichnen muss. (…). Wir haben diesen großartigen Binnenmarkt – also müssen wir auch seine volle Kraft entfalten und nutzen können.“
Der Jahresbericht 2026 zum Binnenmarkt und der Wettbewerbsfähigkeit ist jetzt überschrieben mit: gemeinsames Handeln angesichts beispielloser Herausforderungen ist gefordert. Der Bericht bewertet anhand von 29 Leistungsindikatoren das Funktionieren des Binnenmarkts und die Bedingungen, unter denen Unternehmen erfolgreich wirtschaften und gleichzeitig nachhaltigen Wohlstand für die europäischen Bürgerinnen und Bürger schaffen können. Zu den Indikatoren gehören u.a. Bereiche wie Strompreise, oder Einsatz von KI in Unternehmen, aber auch die Anerkennung von Qualifikationen und Berufsabschlüssen in den Mitgliedstaaten. Die Jahresberichte zeigen, wo sich Indikatoren im Vergleich zu den Vorjahren verbessert oder verschlechtert haben, oder gleich geblieben sind.