EU-Kommission leitet Verfahren gegen X ein

Ein Pferd, ein Hund, ein Mensch – mit Rentiergeweihen und Glitzer. Das war meine digitale Weihnachtskarte 2025. Wer wie ich gerne mal mit KI spielt weiß: es lassen sich ganz einfach nette Bildchen generieren. Ganz andere KI-gemachte Bilder und Inhalte sind dagegen kein Spaß. Sexualisierte Deepfakes von Frauen und Kindern sind eine gewalttätige, inakzeptable Form der Entwürdigung. Sagt die EU-Kommission und hat jetzt ein Verfahren gegen die Social Media-Plattform X eingeleitet.

Holger Winkelmann | Euranet Plus

„Wir haben in den letzten Wochen und Monaten antisemitische Inhalte gesehen. Wir haben nicht einvernehmliche Deepfakes von Frauen gesehen, und wir haben kinderpornografisches Material gesehen. In Europa wird kein Unternehmen Geld machen, indem es unsere Grundrechte verletzt.“
Grok ist der KI-Chatbot von X. Die EU-Kommission prüft, ob das Unternehmen von Elon Musk die Risiken, die mit der Einführung der Funktionen von Grok verbunden sind, ordnungsgemäß bewertet und gemindert hat.

„Man könnte argumentieren, dass X dies auf Premium-Abonnenten beschränkt hat. Um es ganz klar zu sagen: Material mit sexuellem Kindesmissbrauch ist kein Premium-Privileg. Denn solche Inhalte haben in Europa keinen Platz, und wir müssen unsere Bürger vor potenziellen Gefahren schützen. Deshalb ermöglicht uns diese Untersuchung von Grok, die Angelegenheit genauer zu beleuchten, um unsere Frauen, unsere Kinder und unsere Bürger zu schützen.“