„Die Rente ist sicher.“
Zugegeben, was der damalige CDU-Arbeitsminister Norbert Blüm 1986 als verbale Beruhigungspille verteilt hat, dürfte all die, die heute um ihre Rente fürchten, kaum beruhigen. Nicht nur in Deutschland werden Reformen des Rentensystems diskutiert. Und um diese Debatten ranken sich auch immer wieder Fake News. Linda Givetash aus dem Euranet Plus- Faktencheck-Team. Werden die jungen Menschen in der EU noch staatliche Rente bekommen?

„Das ist ein Punkt, der in den Debatten immer wieder erwähnt wird. Die Antwort ist eine gemischte. Junge Leute werden in Zukunft eine Rente bekommen, aber die werden voraussichtlich nicht so großzügig ausfallen wie die vergangener Generationen.“
Was sagen die Prognosen in der EU zur Rente für die Jungen?
„Der Bericht der EU-Kommission zur Alterung der Gesellschaft von 2024 prognostiziert deutliche Unterschiede zwischen dem letzten Einkommen und der ersten Rentenzahlung bis 2070. Das bedeutet, dass junge Menschen geringere Renten erhalten werden, als sie in das System eingezahlt haben. Experten sagen, dass demografische Veränderungen zwar vorhersehbar und die notwendigen Instrumente zu ihrer Bewältigung vorhanden sind, Reformen aber scheitern, wenn sie auf Wahlversprechen und öffentliches Misstrauen treffen.“
Ja, ich erinnere mich an die Proteste in Frankreich zum Beispiel, weil dort das Rentenalter von 62 auf 64 Jahre angehoben werden sollte…was sagen andere kritische Stimmen?
Die „Stiftung für die Rechte künftiger Generationen“ sagt, die Reformen würden nur den jetzigen Rentnern Vorteile bringen und die finanzielle Belastung in die Zukunft verlagern. Diese Rhetorik findet auch politischen Rückhalt. Junge Österreicher werden in Lokalmedien zitiert mit, sie wollten nicht bis 80 arbeiten, in Portugal beklagen viele, sie müssten schon zu lange arbeiten, weil das Renteneintrittsalter immer weiter angehoben werde.“
Danke Linda.
„Thanks for having me.“