Grok ist der KI-Chatbot auf der Social-Media Plattform X. Und Grok hat auch die EU-Kommission auf den Plan gerufen, weil auf der Plattform von Elon Musk u.a. sexualisierte Bilder von unbekleideten Frauen und Kindern aufgetaucht sind. Das ist gegen die Regeln nach dem Digital Services Act und damit gegen europäische Regeln. Die EU-Kommission hat X angewiesen, alle internen Dokumente und Daten zu Grok bis Ende 2026 aufzubewahren, so jetzt ein Kommissionsprecher:

„Der DSA ist eindeutig. In Europa müssen alle Plattformen ihre internen Abläufe in Ordnung bringen, denn was sie hier produzieren, ist inakzeptabel, und die Einhaltung des EU-Rechts ist keine Option, sondern eine Pflicht.“
X ist nicht zum ersten Mal durch fragwürdige Inhalte aufgefallen. Von der europäischen Non-Profit Organisation „AI Forensics“ heißt es nach der Untersuchung von Grok u.a.: Die Erstellung von Inhalten mit Nazi- und IS-Motiven wirft rechtliche Bedenken auf, da deren Verbreitung in vielen Ländern, darunter Frankreich und Deutschland, streng reguliert ist.
Die EU-Kommission selbst ist auf X aktiv. Die Begründung ist: Wir gehen dahin, wo wir die Menschen mit unseren Nachrichten erreichen.
„Die Kommission ist weiterhin auf X aktiv, das ist Fakt, aber wir diversifizieren unsere Aktivitäten stark. Wir sind nicht nur auf X aktiv, sondern auf 14 oder 16 verschiedenen Social-Media-Plattformen, darunter auch europäische. (…) Und selbstverständlich überwachen wir unsere Social-Media-Präsenz regelmäßig, auch im Hinblick auf X.“
Zur Erinnerung: 2023 hatte die EU-Kommission Mitarbeitern und Kommissaren verboten, TikTok auf Dienstgeräten oder beruflich genutzten Privathandys zu installieren. Die Gründe waren Datenschutz, Datensicherheit und Cybersicherheit. Ein ähnliches Verbot gilt auch für Mitarbeiter des EU-Parlaments.