Alles neu macht 2026, oder? In Bulgarien vorerst nur den Namen des Geldes. Denn Bulgarien steckt –mal wieder kann man sagen – in einer Regierungskrise. Die war u.a. durch massive Proteste gegen geplante Steuererhöhungen im neuen Staatshaushalt und die immer noch weit verbreitete Korruption ausgelöst worden. Der Premierminister ist im Dezember zurückgetreten. Seit 2021 müssen jetzt zum siebten Mal vorgezogene Neuwahlen organisiert werden. Mittendrin hat zum 1. Januar der Euro die bisherige bulgarische Währung Lew abgelöst. Die bulgarischen Euranet Plus Kolleginnen und Kollegen von BNR haben mit der Europaabgeordneten Eva Maydell von der EVP zur Euroeinführung gesprochen. Für Maydell ist die Einführung des Euro vor allem ein wichtiger Schritt zur vollen Integration in die EU. Was die gestiegenen Preise im bulgarischen Supermarkt angeht, sei aber nicht die EU zuständig.

„Das ist sicherlich keine Politik irgendeiner europäischen Institution und steht auch nicht in direktem Zusammenhang mit der Einführung des Euro, daher hätte die Währungsänderung die Preise nicht beeinflussen dürfen.“
Auf den Straßen in Sofia sind die Menschen ähnlich unsicher und in ihren Meinungen gespalten, wie wir in Deutschland vor 24 Jahren, als wir den „Euro- in Tüten“ mit den Starterkits bekommen haben.
„Ältere Menschen sind noch nicht so weit. Sie kommen damit nicht zurecht, sie kennen es noch nicht. Die Leute sind verwirrt und so…“
Haben, oder nicht haben, bleibt für diese Frau – und wohl auch für alle anderen die grundsätzliche Frage…
„Die Bulgaren sind in den letzten Jahren viel gereist, daher sehe ich da kein Problem. Geld ist ein Mittel zum Zweck, egal ob Euros oder Lewa. Was macht es schon, solange man es hat?“