Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht. Anders gesagt; wenn man aus der Entfernung auf etwas blickt, sehen die Dinge oft anders aus. Von den Vereinigten Staaten von Amerika aus betrachtet sieht Europa ganz schlecht aus:
„Die meisten Europäischen Nationen verfallen, sie verfallen. Es gibt da Leute, die ich mag. Ich komme mit denen klar. Aber die dürfen das nicht zulassen. Und es kommt an einen Punkt, wo man es nicht ändern kann. (…) Und das bedeutet, dass sie keine starken Nationen mehr sind.“
So US-Präsident Donald Trump jetzt in einem Interview mit Politico. Die Wurzel vielen Übels in der EU ist für Donald Trump die Migrationspolitik. Ein Desaster, sagt er. Europa sei schwach, orientierungslos und es werde zu viel geredet. Auch was die Ukraine angehe.
„Ich will ein starkes Europa sehen. Wenn sie Millionen Menschen erlauben, in ihre Länder zu strömen, begehen viele dieser Leute gewaltige Verbrechen. Nehmen wir Schweden. Ich habe nichts gegen Schweden, ich liebe Schweden, die Leute, aber die sind von einem Land ohne Kriminalität jetzt zu einem Land mit viel Kriminalität geworden. Oder Deutschland. Deutschland hatte keine Kriminalität… und Angela hat zwei schwere Fehler gemacht: Einwanderung und Energie.“
Er wolle ja garnicht Europa regieren, so Trump. Aber als Zitat: „Mann mit großem Wissen“ Zitatende könne er auch den Verfall der EU deutlich sehen.
„Ich denke sie wissen nicht, was sie tun sollen. Europa weiß es nicht. (…) Sie wollen politisch korrekt sein, und das macht sie schwach. Es macht sie schwach.“
Und was sagt die Chefetage der EU dazu? Die Chefsprecherin der EU-Kommission hat sich eines direkten Kommentars enthalten. Aber eines müsse dann doch gesagt werden.
„Wir sind froh und dankbar, exzellente Führer zu haben. Die die EU führen, und die zeigen, dass sie als 27 vereint sein können angesichts all der Herausforderungen: Und wir haben es zusammen geschafft, die Herausforderungen zu meistern.“