Sexspielzeug kann man online fast überall kaufen. Doch Sexpuppen mit kindlichen Zügen auf der Onlineplattform Shein haben in Frankreich kürzlich die Behörden auf den Plan gerufen. Und die EU-Kommission fordert von Shein jetzt Informationen über den Verkauf illegaler Produkte.
Holger Winkelmann | Euranet Plus „Kindliche Sexpuppen haben online nichts zu suchen. Waffen und gefährliche Spielzeuge haben online keinen Platz. Aber wir wissen von den französischen Behörden, dass Shein all diese Spielzeuge online in Frankreich verkauft hat. Das nehmen wir natürlich sehr ernst. Wir haben uns die Sache vor zwei Wochen angesehen, wie haben mit den französischen Behörden gesprochen. Wir haben mit Shein gesprochen. Und wir haben jetzt ernstzunehmende Hinweise, dass Shein möglicherweise ein systemisches Risiko für unsere Verbraucherinnen und Verbraucher in der gesamten Europäischen Union darstellen könnte.“
Die EU-Kommission will jetzt von Shein wissen, was getan wird, um Minderjährige von nicht jugendfreien Inhalten und Angeboten fernzuhalten. Die Kommission fordert detaillierte Informationen und interne Dokumente. Auch dazu, wie Shein die Verbreitung illegaler Produkte auf der Plattform verhindert. Noch ist es „nur“ ein offizielles Auskunftsersuchen an den Online-Händler. Ob auch ein Verfahren nach dem DSA- dem Gesetz zu digitalen Diensten eröffnet wird, lässt die Kommission noch offen.