Google erneut im Fokus der EU-Kommission

Wer Zeitungen liest weiß, da ist auch Werbung drin. Wer online Zeitungen und Magazine liest weiß, da poppen auch Anzeigen auf. Der Grund ist ganz einfach: mit Werbung und Anzeigen machen Verlage auch ihr Geld. Und jetzt kommen Google und der DMA- das Gesetz über Digitale Märkte in der EU ins Spiel. Kommissionssprecher Thomas Regnier.

Google SucheAmélie Förster | Euranet Plus

„Die Kommission hat eine neue Untersuchung eingeleitet, die sich damit befasst, wie die Google-Suche Inhalte von Verlagen herabstuft.“

Google-Mutter Alphabet hat eine eigene „Spam-Richtlinie“. Die „Richtlinie zum Missbrauch des Rufs von Websites“. Diese setzt die Websites und Inhalte von Nachrichtenmedien und anderen Verlagen in den Google-Suchergebnissen herab, wenn die Seiten Inhalte von kommerziellen Partnern enthalten.

„Sind wir gegen Alphabets Absicht, qualitativ hochwertige Suchergebnisse anzubieten? Nein. Sind wir gegen Alphabets Spam-Richtlinie? Nein. Aber sind wir dagegen, dass Alphabet diese Spam-Richtlinie ungerechtfertigt gegenüber Nachrichtenverlagen anwendet? Ja. Nachrichtenverlage haben bewährte Geschäftspraktiken aus der realen Welt in die digitale Welt übertragen. Wir alle erinnern uns an die Coupons. Wir alle kennen sie aus unseren Zeitungen. Online existieren sie nun einfach neben Ihren Nachrichten. Das ist eine legitime Geschäftspraxis. Was ist die Konsequenz, wenn Alphabet seine Spam-Richtlinie ungerechtfertigt gegenüber den Nachrichtenverlagen, anwendet? Ihre Inhalte werden herabgestuft. Das bedeutet Umsatzeinbußen. Das bedeutet Sichtbarkeitsverlust.“

Die EU-Kommission will mit ihrer Untersuchung auch herausfinden, ob Googles Verhalten den Verlagen die Möglichkeit nimmt, frei Geschäfte zu machen und innovative Ideen zu entwickeln.