Kommission hat Pläne für den Landwirte-Nachwuchs

57 Jahre – das ist das Durchschnittsalter, wenn es um landwirtschaftlich-geführte Betriebe in der EU geht. Das soll sich ändern, sagt die EU-Kommission und hat große Pläne für den Nachwuchs.

Amélie Förster aus dem Euranetplus-Team, was genau hat die EU-Kommission vor?

Blick über ein reifes Kornfeld vor blauem Himmel.

Die EU-Landwirtschaft soll zukunftssicher und attraktiv bleiben. Deshalb sollen mehr junge Menschen bis 2040 Betriebe übernehmen. Das Ziel ist es den Anteil Junger Menschen in der Landwirtschaft bis 2040 s ogar zu verdoppeln. Derzeit sind nur 12 Prozent jünger als 40 Jahre. Dafür sollen Finanzmittel gezielt für Junge Menschen in der Landwirtschaft und so genannte Starterpakete bereit gestellt werden, die bis zu 300.000 Euro umfassen, um den Einstieg in diesem Sektor zu erleichtern. Außerdem soll es zukünftig eine Kofinanzierung von Vertretungsdiensten bei Krankheit, Urlaub oder Pflege geben, um Beruf- und Privatleben zukünftig leichter vereinen zu können.

In dieser Woche ist ein Vorschla g der EU-Kommission von Rat und Parlament diskutiert worden, der das Arbeiten in der Landwirtschaft attraktiver machen will.

Genau, es geht um die Vereinfachung der Bürokratie für Landwirtschaftliche Betriebe. Ab dem nächsten Jahr soll das für alle Landwirte, egal ob jung oder alt, bemerkbar werden. Weniger Kontrollen, einfachere Vorschriften für Biobetriebe. Immer im Blick: Umwelt- und Klimaziele. Rat und EU-Parlament müssen die Einigung nun noch bestätigen und dann wird dies ab 2026 gelten und Landwirtschaftler können sich dann laut EU wieder auf das konzentrieren, was sie am besten können: unsere Lebensmittel produzieren.