EU-Katastrophenschutzverfahren feiert 25-jähriges Bestehen

Hilfe, bitte! Wenn dieser Ruf aus einem Staat kommt, oder Krieg und Katastrophe zuschlagen, dann wird das EU-Katastrophenschutzverfahren gestartet. Und dieser Hilfsmechanismus wird 25 Jahre alt.

„Seit seiner Einrichtung im Jahr 2021 wurde er rund 900-mal aktiviert. Die Anfragen kamen aus 160 Ländern und von 8 internationalen Organisationen. Der Mechanismus wurde im Laufe des letzten Vierteljahrhunderts gestärkt. Wir haben Hilfeleistungen bei Waldbränden, Überschwemmungen, Erdbeben, Gesundheitsnotfällen und auch während Hitzewellen koordiniert. Auch während der COVID-19-Pandemie.“

Feuerwehrpumpe mit mehreren Schläuchen

Das Katastrophenschutzverfahren ermöglicht es jedem Land der Welt, in einer Krisensituation Hilfe aus ganz Europa anzufordern. Über das Katastrophenschutzverfahren wurde auch geholfen, als mit Beginn des Irankriegs Anfang des Jahres zig-tausende im Nahen Osten gestrandet waren, weil der Flugverkehr eingestellt worden war.

„Und weil Katastrophen und Krisen nicht an nationalen Grenzen halt machen, sollte es unsere Solidarität auch nicht. Deshalb kündigen wir heute 22,5 Millionen Euro humanitäre Hilfe für den Jemen an. In Zeiten großer Not, wegen der Eskalation des Konflikts. Das kommt zu den 87,5 Millionen Euro hinzu, die in diesem Jahr bereits bereitgestellt wurden.“

Wenn Hilfsgelder über das EU-Katastrophenschutzverfahren bereitgestellt werden, geht das Geld nicht an Regierungen, oder Konflikt-Parteien, sondern erreicht über internationale Hilfsorganisationen die Menschen in Not. Auch wenn das, wie schon mehrfach berichtet, für humanitäre Helfer und Helferinnen und die Hilfsorganisationen zunehmend schwierig wird, weil vielerorts das humanitäre Völkerrecht nicht geachtet wird.