EU-Kommission nimmt Booking.com unter die Lupe

Egal, ob man es liebt, oder lieber nicht nutzt. Booking.com ist zu einem Marktriesen unter den Reiseplattformen geworden. Besonders in Europa ist die einst in den Niederlanden gegründete Plattform zum Buchen von Hotels, Ferienwohnungen und anderen Angeboten rund ums Reisen beliebt. Doch viel Traffic bietet auch viel Potential für betrügerische Angebote, oder?

„Booking tut nicht genug, um Onlinebetrug und Abzocke zu verhindern. Deshalb hat die EU-Kommission eine Untersuchung eingeleitet.“

Holger Winkelmann | Euranet Plus

Die EU-Kommission will mit ihrem Verfahren prüfen, ob Booking gegen den DSA, das EU-Gesetz über digitale Dienste verstößt.

„In Europa erfolgen 66 % der Online-Hotelreservierungen über Booking. Gleichzeitig meldet Booking einen Anstieg von Betrugsfällen um 500 % im Zeitraum von 2022 bis 2024.

Doch tut Booking genug, um gegen betrügerische Angebote vorzugehen, und Risiken zu mindern? Zuerst will die EU-Kommission sich auf gefälschte Angebote fokussieren. Also Unterkünfte, die gebucht werden können, aber garnicht existieren.

„Zweitens werden wir uns mit Phishing-Angriffen befassen. Wir haben Bedenken, dass Booking die Daten von geschäftlichen wie privaten Nutzern nicht ausreichend schützt – dazu gehören Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Drittens werden wir die Transparenz bei Werbeanzeigen unter die Lupe nehmen: Wenn für eine bessere Platzierung des eigenen Hotels auf der Plattform gezahlt wird, handelt es sich schlicht um Werbung. Zwar ist diese Praxis an sich legal, doch Booking muss gegenüber den Verbrauchern für entsprechende Transparenz sorgen.“