Meinung gefragt: EU KIDS ACT

Online und auf Social Media zu sein, ist für viele Kinder und Jugendliche ein Fulltime-Job. Wenn sie schon vor dem 10. Lebensjahr mit Social Media begonnen haben, kommen sie in der EU laut EU-Kommission im Schnitt auf sieben bis acht Stunden Bildschirmzeit.

EU/Etienne Ansotte

Ursula von der Leyen,

„Zu viele Kinder kommen zu früh mit einer Online-Welt in Berührung, in der sie sich noch nicht zurechtfinden können.“
Um Kinder und Jugendliche online besser zu schützen, hat die EU-Kommission im September den EU Kids Act vorgeschlagen. Dazu haben wir uns mit Kindern, Experten, den Mitgliedstaaten und Pionieren wie Australien zu Online-Altersgrenzen beraten, sagt Kommissionschefin Ursula von der Leyen.

„Keine sozialen Medien unter 13 Jahren; keine eigenes Nutzerkonto unter 15 Jahren. Kinder von 13 bis 15 Jahren können also nur Mini-Konten haben, die von Eltern oder Erziehungsberechtigten eingerichtet und beaufsichtigt werden– mit begrenzten Funktionen und einer zeitlichen Einschränkung von einer Stunde pro Tag. Und für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren werden die Plattformen zu einem sicheren Design verpflichtet.“

Und dazu ist jetzt unser aller Meinung gefragt. Die EU-Kommission hat eine Meinungsabfrage zum EU Kids Act gestartet. Ziel ist es, Beiträge von Kindern, Eltern, Erziehungsberechtigten, Lehrkräften und Pädagogen sowie von den unter den Vorschlag fallenden Online-Plattformen zu sammeln. Das EU-Parlament will morgen zum Vorschlag der EU-Kommission debattieren.