Netzwerkkollektion: Spanischer Cyber-Experte warnt vor Urlaubs-Scams

Wer von Abzocke im Urlaub redet, hat bislang sicher eher das kleine Bier für 10€, oder die teure Strandliege im Sinn. Doch auch die KI macht mittlerweile Urlaub. Urlaubs-Scams nehmen zu. Die Euranet Plus-Kolleginnen und Kollegen von esRadio Castilla y Leon in Spanien haben mit Experten gesprochen, die u.a. vor gefährlichen QR-Codes und KI-gestützten betrügerischen Anrufen warnen. Fernando Mairata, Spezialist für Cybersicherheit sagt: die Sommerferienzeit zählt zu den gefährlichsten Phasen des Jahres für die Cybersicherheit, weil oft auch unsere Wachsamkeit Urlaub macht. Das nutzen Betrüger aus.

Bild eines Jungen, der bei strahlend blauem Himmel kopfüber in das Becken eines Freibades springt.

„Cyberkriminelle haben in der KI eine Goldgrube entdeckt. (…) Warum? Weil KI ihnen mehr Glaubwürdigkeit verleiht und Nutzer so dazu verleitet, auf diese Betrugsmaschen hereinzufallen. Sie nutzen KI nicht nur, um glaubwürdigere Nachrichten zu verfassen, sondern auch, um absolut glaubwürdige Anrufe zu tätigen und sich als Reisebüromitarbeiter oder Hotelangestellte auszugeben, bei denen wir angeblich eine Reservierung haben.“

Und wie fast immer ist das Ziel, an persönliche Daten zu gelangen. Das gilt auch für QR-Codes.

„QR-Codes bergen ein erhebliches Risiko. Zwar hat sich ihre Verwendung durch COVID-19 stark verbreitet, insbesondere in der Gastronomie für Speisekarten und Ähnliches, doch Vorsicht ist geboten. Cyberkriminelle können den offiziellen QR-Code mit einem Aufkleber überkleben und einen schädlichen Code einfügen. Beim Scannen kann er entweder Ihren Computer infizieren oder Sie auf eine gefälschte Webseite des Lokals weiterleiten. Dort werden dann alle angeforderten Daten von den Cyberkriminellen abgefangen. Daher ist äußerste Vorsicht geboten. Ich persönlich bevorzuge in Restaurants und anderen Lokalen immer eine gedruckte Speisekarte.“

Auch Umfragen zeigen, dass Urlaubsbetrug vor allem mit KI-generierten Inhalten zunimmt.