Das Gesetz über Digitale Dienste, DSA, und das Gesetz über Digitale Märkte, DMA, waren in letzter Zeit häufig Thema. Denn es geht darum, welche Regeln die großen Online-Plattformen einhalten müssen, wenn sie in der EU aktiv sein wollen. Egal ob Social Media, Suchmaschinen oder Handelsplattformen. Doch mancher fragt sich: Was geht das mich an? Karolina Wojtal vom Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland sagt: Eine Menge!
„Der DSA stärkt die Rechte der Nutzer im digitalen Alltag ganz erheblich. Vielen ist es garnicht bewusst, dass sie heute mehr Transparenz von Online-Plattformen verlangen können.“

Dabei geht es u.a. um Werbung, manipulative und rechtswidrige Inhalte. Oder auch betrügerische Angebote.
„Der DSA macht das digitale Leben transparenter und fairer. Wenn wir online einkaufen oder soziale Netzwerke nutzen, können wir nun leichter erkennen, warum uns bestimmte Werbung angezeigt wird, und wer dahinter steckt. Außerdem müssen die entsprechenden Plattformen nun leicht zugängliche Melde- und Beschwerdewege anbieten, wenn zum Beispiel rechtswidrige Inhalte, Fake-Shops oder betrügerische Angebote auftauchen. All das stärkt die Position der Verbraucherinnen und Verbraucher im Alltag deutlich.“
„Verbraucher erhalten Orientierung, ob es sich um eine Beschwerde nach dem DSA handelt oder um ein sonstiges Problem mit der Plattform. Geht es beispielsweise um die Sperrung eines Nutzerkontos, finden Verbraucher auf unserer Seite www.evz.de entsprechende Links zur jeweiligen DSA-Beschwerdestelle. Geht es hingegen zum Beispiel um die Lieferung eines mangelhaften Produktes innerhalb der EU, können wir selbst tätig werden und außergerichtlich eine Lösung mit dem Unternehmen finden.“