Die Europäische Säule der sozialen Rechte ist sowas wie der soziale Kompass der EU. Sie soll Ungleichheiten im Bereich der Beschäftigungs- und Sozialpolitik reduzieren. Die Europäische Säule der sozialen Rechte ist 2017 ausgerufen worden und braucht sowas wie ein Facelift. Die EU-Kommission will drei Bereiche besonders stärken. Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Kommission Roxana Mînzatu.
European Union , 2024 „Erstens: gezielteres Handeln – und zwar die Vertiefung unserer Maßnahmen im Hinblick auf die Bezahlbarkeit, also sicherzustellen, dass wir die Probleme angehen, mit denen die Bürgerinnen und Bürger bei den Lebenshaltungskosten konfrontiert sind. Zweitens: Was wir tun können und wie wir handeln können angesichts der Auswirkungen neuer Technologien – insbesondere Künstliche Intelligenz, generative KI und weitere innovative Technologien in der Arbeitswelt. Und drittens: Wie wir Ungleichheiten effizienter und wirksamer angehen.“
Ein besonderer Fokus soll auf die 50 Millionen Menschen außerhalb des Arbeitsmarktes gelegt werden. Dabei gehe es vor allem um Frauen, Alleinerziehende und die Frage: Warum bleiben sie außerhalb des Arbeitsmarktes, nachdem sie Kinder bekommen haben?
„Das Stichwort ist: Kinderbetreuung. Bezahlbare und zugängliche Kinderbetreuung ist unerlässlich für Frauen in der Forschung, unerlässlich für Frauen in der Landwirtschaft, und unerlässlich für Frauen in allen Branchen. (…). Wir schlagen vor – und wir fragen unsere Sozialpartner natürlich, ob sie ein europäisches Vorgehen für relevant halten –, die bestehenden Hindernisse und ihre verschiedenen Dimensionen zu analysieren und zu überlegen, wie wir diese besser überwinden können. Wie können wir diese Menschen außerhalb des Arbeitsmarktes besser identifizieren und erreichen? Wie können wir bessere Dienstleistungen kombinieren, wie zum Beispiel den Zugang zu Qualifikationen, zu Schulungen, Weiterbildungen und Umschulungen, kombiniert mit dem Zugang zu Kinderbetreuung?