Die Handels-Plattform AliExpress wird oft auch als Online-Gigant mit kleinen Preisen bezeichnet. Wegen illegaler Produkte hat die EU-Kommission jetzt eine Geldstrafe gegen die Online-Plattform aus China verhängt. 550 Millionen Euro Geldbuße, weil das Unternehmen gegen das Gesetz über digitale Dienste, den DSA verstoßen hat, sagt Kommissionssprecher Thomas Regnier.
Holger Winkelmann | Euranet Plus „AliExpress hat es versäumt, die Risiken im Zusammenhang mit dem Angebot illegaler Produkte auf seinem Marktplatz zu bewerten und zu minimieren. (…) Das Unternehmen selbst hat angegeben, dass im vergangenen Jahr fast 15 Millionen illegale Produkte an Nutzer in der EU empfohlen wurden. Dabei handelt es sich vorwiegend um unsichere und gefälschte Produkte wie Kosmetika, Spielzeug, Kleidung oder technische Geräte – um nur ein paar Beispiele zu nennen.“
Die EU-Kommission wirft AliExpress vor, das eigene System zur Erkennung und Entfernung von potenziell illegalen und illegalen Produkten falsch eingeschätzt zu haben. Das Unternehmen habe u.a. zu wenig Personal für diese Aufgabe eingesetzt. Auch sei Werbung für diese Produkte gemacht worden, bevor sie entfernt wurden.
„Mit 193 Millionen Verbrauchern und Nutzern in der EU ist der EU-Markt der wichtigste Markt für AliExpress. Wer Zugang zu unserem Markt haben möchte, muss seine Dienste sicher gestalten. Man muss die Risiken bewerten und wirksam minimieren. AliExpress hat bis zum 20. Oktober Zeit, der Kommission einen Maßnahmenplan vorzulegen und die Vorgaben des DSA zu erfüllen.“