EU will besseren Opferschutz

Niemand möchte ein Opfer sein, egal von was. In der EU werden jährlich Millionen Menschen Opfer von Gewalt und Straftaten. Die Kampagne „Mit offenen Augen“ soll auf die Rechte von Opfern von Straftaten und Hilfsangebote aufmerksam machen. Denn, es gibt nicht nur Unterschiede innerhalb der EU, es gibt auch zu wenig Wissen über die Möglichkeiten zur Unterstützung. Die EU will den Opferschutz stärken. Das EU-Parlament hat kürzlich über die Überarbeitung der EU- Opferschutzrichtlinie abgestimmt. Und das ist gut so, meint die deutsche SPD-Abgeordnete Birgit Sippel.

European Union

Birgit Sippel

„Wir schließen Schutzlücken, schützen persönliche Daten der Opfer vor dem Zugriff der Täter. Wir erleichtern den Zugang zu Beratung, Betreuung, Unterstützung und Entschädigung. Wir sorgen für bessere Sensibilisierung von Richterinnen, Polizistinnen und anderen. Und dieser Schutz soll gelten, unabhängig davon, wo in der EU ein Mensch Opfer einer Straftat wurde, damit Betroffene nicht noch mehr Leid ertragen müssen als bereits bei der Tat selbst.“

Die EU-Kommission will in diesem Jahr noch einen Schritt mehr tun, um den Opferschutz in den Alltag zu transportieren. EU-Kommissar Michael McGrath.

„Entscheidend für den Erfolg ist die praktische Umsetzung. Um den rechtlichen und politischen Rahmen weiter zu stärken und die Rechte von Opfern zu unterstützen, wird die Kommission bis Ende dieses Jahres eine neue EU-Strategie zu den Rechten von Opfern verabschieden. Diese Strategie wird klare Maßnahmen sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene vorsehen, um die Durchsetzung dieser neuen Vorschriften vor Ort zu unterstützen – damit die Erfahrungen, die Opfer von Straftaten in der Europäischen Union machen, künftig besser sind, als dies – wie wir wohl alle wissen – in der Vergangenheit in allzu vielen Fällen der Fall war.“