Humanitäre Hilfe unter Druck

Die Humanitäre Hilfe in der EU und der Welt ist unter Druck. Es gibt weniger Geld und mehr Gefahren. Das EU-Parlament hat jetzt eine Resolution verabschiedet, in der gefordert wird, das Völkerrecht zu achten und humanitäre Helfer besser zu schützen. An die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten geht die Forderung, die Tötung von humanitären Helfern zu verurteilen und mehr in die Ermittlungen sowie die Strafverfolgung der Täter zu investieren. Doriana Somma ist Projektleiterin bei Missione Calcutta Onlus, einer italienischen NGO, die unter anderem in Indien, Kenia und der Ukraine tätig ist. Und sie sagt:

Die offizielle Flagge der europäischen Union mit im Kreis angeordneten gelben Sternen auf dunkelblauem Grund

„Das Gefühl der operativen Unsicherheit wächst. Viele Kollegen arbeiten in äußerst schwierigen Kontexten, in denen das Völkerrecht – einschließlich des humanitären Völkerrechts – nicht geachtet wird. Es ist für jedermann offensichtlich, dass Krankenhäuser, Schulen und zivile Infrastruktureinrichtungen jeglicher Art ins Visier genommen werden und humanitäre Helfer selbst zu Zielen werden. Dies gibt selbstverständlich Anlass zu großer Sorge.“

Die Finanzierung der humanitären Hilfe sieht die Mehrheit im EU-Parlament in der Krise. Es sei besorgniserregend, dass immer mehr Länder, darunter auch EU-Staaten ihre Hilfsbudgets kürzen. Es gibt aber auch die Forderung nach mehr und besserer Kontrolle zum Einsatz der Hilfsgüter und Mittel. (Hildegard Bentele, EVP)

“Europa muss helfen, aber auch kontrollieren.“