Netzwerk Panorama hat KI im Blick

Ist es nicht herrlich, sich mal schnell zwischendurch die großen und kleinen Fragen des Lebens durch die Künstliche Intelligenz beantworten zu lassen?! Doch was wäre, wenn die KI garnicht mehr auf Fragen oder Aufträge durch uns warten würde, sondern alles selbst in die Hand nimmt? Sollten die fortschrittlichsten KI-Modelle also erstmal auf Pause gestellt werden, wie manche Experten fordern, bis wir mit der Sicherheit hinterherkommen? Die Euranet Plus-Kollegen von Radio 100,7 haben mit Francesco Ferrero, vom LIST in Luxemburg gesprochen.

AIMILIA THEOFILOPOULOS

„Ich glaube keinesfalls, dass die heutige künstliche Intelligenz das Potenzial hat, die Menschheit auszulöschen, aber unsere Sorge gilt dem Tempo ihrer Entwicklung. Und vor allem, wenn künstliche Intelligenz eines Tages zur Selbstverbesserung fähig wird – und laut einigen Experten rückt dieser Zeitpunkt immer näher –, dann ist eine weitere, sehr rasante Beschleunigung ihrer Entwicklung durchaus denkbar. Daher ist es schwierig, die damit verbundenen Risiken vorherzusagen.“

Die KI wird die Menschheit nicht auslöschen, meint Hugues Bersini von der Freien Universität Brüssel – ULB.

„Die KI hat ungefähr genauso viel Absicht, der Menschheit ein Ende zu bereiten, wie die Erde, die Sonne zu umkreisen. Es ist genauso unsinnig, von der ‚Absicht‘ der KI zu sprechen, wie von der ‚Absicht‘ der Erde, die Sonne zu umkreisen. Tatsächlich wissen wir als Informatiker genau, was in diesen Systemen vor sich geht. Die ultimative Macht liegt nach wie vor bei den Informatikern, und es ist ganz einfach, eine KI loszuwerden: Man muss nur Stecker ziehen, oder die Netzwerkkarte entfernen.“

Manche Experten sehen die größte Gefahr im Zusammenhang mit KI darin, dass ihre weitere Entwicklung in den Händen Weniger liegt. Wo also lässt sich die Balance zwischen Regulierung, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit finden? Stimmen dazu gibt es in der aktuellen Folge des Euranet Plus-Panorama Podcast.