Grönland braucht die EU, und die EU braucht Grönland

Vor über 40 Jahren haben die Grönländer in einem Referendum entschieden, der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EG) nicht beizutreten. Doch Grönland ist eine autonome Region des Königreichs Dänemark. Und damit sind Grönländer auch Dänen und somit auch EU-Bürger. Die EU will ihren arktischen Freunden und Partnern, wie Kommissionschefin von der Leyen jetzt gesagt hat, wieder möglichst nahe kommen. Das ist gut so, sagt der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen.

„Greenland needs the European Union, and the European Union needs Greenland.”

Man brauche sich auch deshalb gegenseitig, weil die Zeiten unruhig und die Grönland-Ambitionen u.a. von US-Präsident Trump groß sind. Das hat er im Juli beim Nato-Gipfel in der Türkei noch einmal unterstrichen.

“That should be controlled by the United States, not by Denmark.“

Die Antwort der EU ist jetzt u.a. ein 200 Millionen Euro Partnerschaftspaket. Das Geld soll in diesem und nächsten Jahr gemeinsam mit Grönland investiert werden. Das Paket soll u.a. das tägliche Leben im Land verbessern: bessere Wohnverhältnisse, nachhaltiger Tourismus und stärkere Unterstützung für kleine Unternehmen. Doch die EU hat auch ihre ganz eigenen Interessen in der Arktis. Grönland ist reich an kritischen Rohstoffen. Die EU, Grönland und Dänemark haben ihre Partnerschaft auch durch eine neue gemeinsame Erklärung bekräftigt.