„Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“

„Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ (Friedrich Schiller) und was wenn er nicht spielen kann, oder darf? In der UN-Kinderrechtskonvention wird das Spielen als grundlegendes Menschenrecht anerkannt, das für Erholung, Freizeit und kreativen Ausdruck unerlässlich ist. Das Recht der Kinder auf Spielen war jetzt auch Thema im EU-Parlament. Die S&D-Abgeordnete Maria Guzenina aus Finnland, sagt: Kinder brauchen mehr Sichtbarkeit in der EU-Politik. Denn was in der Politik nicht gesehen werde, sei oft unsichtbar im Budget.

Nahaufnahme eines bunten Steckpuzzles aus Holz für Kleinkinder.

„Politische Entscheidungen bestimmen darüber, ob Kinder über sicherere Straßen, Grünflächen, inklusive Spielplätze, barrierefreie Schulen, frühkindliche Bildung, erschwingliche Kulturangebote und ein altersgerechtes digitales Umfeld verfügen. Daher fordere ich die EU-Kommission auf, eine umfassende Studie zur Situation des kindlichen Spiels in der Europäischen Union zu erstellen: Wer hat Zugang? Wer ist ausgeschlossen? Und welchen Barrieren begegnen Kinder in ihrem Alltag? Und ich rufe die Kommission dazu auf, dem Recht auf Spiel in der EU-Politik zu den Kinderrechten, bei der Umsetzung der Kindergarantie, in der Digitalpolitik, im Bildungsbereich, bei der Städte- und Regionalförderung sowie im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) Geltung zu verschaffen.“

Gehör verschaffen können sich Kinder und Jugendliche in der EU auch auf der Online-Plattform für Beteiligung. Dort können sie ihre Vorschläge und Forderungen an die EU-Politikmacher teilen. Und dort haben 7-17-jährige zum Beispiel geschrieben, dass sie sich Spielplätze und Parks wünschen, die sicherer sind und bessere Beleuchtung auf der Straße. Oder auch mehr Orte und Aktivitäten mit Unterstützung von Erwachsenen, um sich mit anderen nach der Schule zu treffen.