Was kann für Gamer und für Herausgeber von Videospielen besser gemacht werden? Antworten auf diese Frage will die EU-Kommission mit Gamern und Publishern gemeinsam ausloten. Die Kommission reagiert damit auf die Forderung der Europäischen Bürgerinitiative „Stop Destroying Videogames“. Videospiele sollen länger nutzbar bleiben. Denn Videospiele funktionieren häufig nur über die Server ihrer Herausgeber. Oft stellen Herausgeber später den Betrieb dieser Server ein. Und das bedeutet, dass die Spiele nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr gespielt werden können. Auch Ausschüsse des EU-Parlaments haben sich mit dem Thema beschäftigt. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses Ilhan Kyuchyuk sagt:
Maike Maier „Wir müssen auch anerkennen, dass Publisher – insbesondere kleine Start-ups – auf nachhaltige Geschäftsmodelle angewiesen sind, um weiterhin kreativ tätig sein zu können. Häufig haben sie mit steigenden Kosten, fragmentierten Märkten und den Risiken der Piraterie zu kämpfen. (…) Bei unserer Anhörung haben sich mehrere Prioritäten herauskristallisiert. Erstens: ein fairer Zugang für die Spieler, einhergehend mit verstärkten Transparenz- und Informationspflichten gegenüber den Verbrauchern. Zweitens: Schutz für die Publisher. Drittens: klare Regeln für den Erhalt von Spielen sowie für die Erarbeitung entsprechender Lösungen. Viertens: gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer.“
Von der EU-Kommission heißt es jetzt, dass sie keine rechtlichen Verpflichtungen vorschlagen kann, auch wegen des bestehenden Urheberechts. Aber man wolle auch Maßnahmen ergreifen, um den Bedenken und Forderungen der Gamer entgegenzukommen.