Spanien hat den Katastrophenschutzmechanismus der EU aktiviert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO beruhigt, und auch von der EU-Kommission hieß es gestern:
„Nach dem derzeitigen Stand der Dinge besteht momentan kein Grund zur Besorgnis.“
Holger Winkelmann | Euranet Plus Der Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff löst allerdings in immer mehr Ländern Sorgen aus. Denn auf dem Kreuzfahrtschiff sind Passagiere und Crewmitglieder aus 23 Ländern. Die Infizierten, die Verdachtsfälle und die drei Verstorbenen kommen ebenfalls aus unterschiedlichen Ländern. Unter den Toten ist auch eine Frau aus Deutschland. Der Chef der WHO Tedros Adhanom Ghebreyesus hat bei einer Pressekonferenz in Genf gestern ebenfalls versucht, zu beruhigen:
„Unter den verbleibenden Passagieren und der Crew zeigt aktuell niemand Symptome. Die WHO ist sich der Berichte über andere Leute mit Symptomen bewusst, die mit einem der Passagiere Kontakt gehabt haben könnten. In jedem Fall sind wir in Kontakt mit den relevanten Behörden. Angesichts der Inkubationszeit des Virus von bis zu sechs Wochen, sind weitere Fälle möglich. Auch wenn das ein ernster Vorfall ist, bewertet die WHO das Risiko für die öffentliche Gesundheit als niedrig.“
Das Kreuzfahrtschiff ist auf dem Weg nach Teneriffa und damit nach Spanien. Spanien hat derweil den EU-Katastrophenschutzmechanismus aktiviert, so die Sprecherin der EU-Kommission.
„Im Moment, weil sich die Situation noch entwickelt, prüfen wir die Modalitäten und was Spanien brauchen könnte, und wir besprechen, welche Unterstützung geboten werden könnte.“
Auch der EU-Gesundheitssicherheitsausschuss komme immer wieder zusammen, um mit Vertretern der Mitgliedstaaten, der WHO und der Europäischen Seuchenbehörde ECDC die Situation zu beraten, heißt es von der EU-Kommission.