Energiepreise: Kommission prüft mehrere Optionen

Stell dir vor es ist Krieg im Iran, und wir alle zahlen mit. Wieviel, das hat EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen gestern im EU-Parlament vorgerechnet.

„Seit Beginn dieses Konflikts sind die Gaspreise um 50 Prozent und die Ölpreise um 27 Prozent gestiegen. Umgerechnet in Euro bedeutet das, dass die zehn Kriegstage die europäischen Steuerzahler bereits zusätzlich 3 Milliarden Euro für Importe fossiler Brennstoffe gekostet haben. Zusätzlich. Das ist der Preis unserer Abhängigkeit.“

EU/Etienne Ansotte

Ursula von der Leyen

Mit Blick auf die Folgen des Krieges im Nahen Osten hat Ursula von der Leyen angekündigt, mehrere Optionen zur Senkung der Energiepreise zu prüfen. In Deutschland soll das „Österreichische Modell“ helfen, die Spritpreise im Zaum zu halten. An der Umsetzung werde jetzt schnellstmöglich gearbeitet, hat Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche angekündigt.

„Wir wissen, dass vor allem viele Pendlerinnen und Pendler, aber auch mittelständische Unternehmen durch die hohen Spritpreise belastet sind und sich berechtigt ärgern. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, die Häufigkeit der Preisänderungen einzuschränken und uns dabei am sogenannten österreichischen Modell orientiert. Tankstellen dürfen nur noch einmal am Tag ihre Preise für Kraftstoffe erhöhen. Dagegen sind Preissenkungen jederzeit zulässig.“