Kampf gegen die Wohnungsnot

Millionen Menschen in der EU haben ein Problem. Sie finden keinen bezahlbaren Wohnraum nach ihren Bedürfnissen und Wünschen. Im EU-Parlament wurde deshalb im Dezember 2024 der Sonderausschuss zur Wohnraumkrise eingerichtet. Der Auftrag, nach Lösungen zu suchen. Denn:
„… when you cannot find a home, you cannot build a life.”

Wer keine Wohnung findet, kann sich kein Leben aufbauen, hieß es jetzt im EU-Parlament zur Abstimmung über den Abschlussbericht des Sonderausschusses. An die EU-Kommission geht die Forderung, Mittel für Sanierungen, die Verbesserung der Energieeffizienz von Wohngebäuden und die Bekämpfung von Energiearmut bereitzustellen. Die EU-Abgeordneten fordern außerdem einen angemessenen Anteil an öffentlichem und sozialem Wohnraum in EU-Städten, um die Bezahlbarkeit und das Angebot an Wohnraum für schutzbedürftige Menschen zu verbessern. Die EU-Kommission arbeitet an einem Aktionsplan für bezahlbaren Wohnraum. Kommissar Dan Jørgensen hat bei der Debatte im EU-Parlament gesagt.

Blick durch einen Bauzaun auf eine Baustelle an einem großem Gebäude.

„Wir machen uns für die Vereinfachung von Regelungen stark, um das Angebot auf EU-, nationaler, regionaler und lokaler Ebene zu steigern. Wir erhöhen die Investitionen, um nachhaltigen, qualitativ hochwertigen Wohnraum zu erschwinglichen Preisen zu schaffen und gleichzeitig Transparenz zu erhöhen sowie Ausbeutung und Spekulation einzudämmen.“

Doch die kritischen Stimmen im EU-Parlament sehen im in dem jetzt verabschiedeten Bericht eher verdrehte Ziele:

„Was als Bericht über Wohnen gedacht war, wandelt sich zu einem Bericht über Immobilien. Das europäische Ziel zum Ende der Wohnungslosigkeit bis 2030, Abrakadabra, ist verschwunden. Das Mieterrecht, Abrakadabra, fokussiert sich jetzt auf das Eigentumsrecht.“