Eines hören wir immer wieder: alte weiße Männer treffen die Entscheidungen für uns alle. Was wäre, wenn Junge und Alte aller Farben und Geschlechter mehr miteinander entscheiden würden? Die EU-Kommission hat jetzt Strategien zu Geschlechtergleichstellung und Generationengerechtigkeit vorgestellt. Bei der ersten Strategie zur Generationengerechtigkeit geht um was ganz Traditionelles: heute schon an morgen denken. Oder, wie Kommissionsvize Roxana Mînzatu es sagt:
European Union , 2024 „Der leere Stuhl am Tisch. Der Stuhl, der die repräsentiert, die noch nicht geboren wurden, oder zu jung sind, um für sich selbst zu sprechen, aber deren Leben durch die Entscheidungen bestimmt werden, die an diesem Tisch getroffen werden. Unsere Verantwortung ist klar, nämlich, dass heute getroffene Entscheidungen nicht zu Lasten von morgen werden.“
Schon einige EU-Länder haben auf nationaler Ebene sozusagen „Zukunfts-Abteilungen“ eingerichtet, um an der Generationengerechtigkeit zu arbeiten. Auf EU-Ebene wird schon seit einigen Jahren daran gearbeitet, junge Menschen in der EU mehr in die Politik-Gestaltung einzubeziehen. 2022 bspw. war das Europäische Jahr der Jugend. Nach der Pandemie sollte so versucht werden, den jüngeren Generationen neue Perspektiven und mehr Mitspracherecht zu geben. Die aktuelle EU-Kommission hat auch deshalb zum ersten Mal überhaupt einen eigenen Kommissar für Generationengerechtigkeit. Dieser Glenn Micallef sagt: Europa gehört zu den Teilen der Welt, in denen die Gesellschaften zunehmend überaltern.
„Wo junge Leute die am stärksten wachsende Minderheit sind. Dass wir jungen Menschen eine echte Verantwortung geben. Dass wir Entscheidungen treffen, und unsere Verantwortung anerkennen, ihre Stimmen zu stärken. Denn junge Menschen sind das, was zukünftigen Generationen am nächsten kommt“
Die Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter soll Gleichstellung in alle Lebensbereiche bringen. Online und offline. Sei es Bildung und Gesundheit, Arbeit und öffentliches Leben, sowie bei Bedrohungen in Form von Cybergewalt und KI.