Im Januar hatte US-Präsident Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos den Friedensrat ins Leben gerufen. Der Board of Peace soll u.a. Frieden für Gaza und andere Konfliktregionen bringen. Unter der Führung von Donald Trump. Die EU und ihre Mitgliedstaaten hatten eine Einladung zum Mitmachen erhalten. Danke, aber Nein Danke war von der EU-Kommission und Ländern wie Frankreich und Deutschland die Antwort. Es gab u.a. rechtliche Bedenken bezüglich der Charta und der Leitung des Gremiums. Jetzt kommt der Friedensrat Ende dieser Woche in Washington zum ersten Mal zusammen, und EU-Kommissarin Dubravka Šuica wird dabei sein. Die Erklärung sei einfach, heißt es von der EU-Kommission. Als größter Geber für Gaza wollen wir bei den Gesprächen dabei sein, so die Chefsprecherin der Kommission.

„Kommissarin Šuica wird in ihrer Funktion als Kommissarin für den Mittelmeerraum anwesend sein und unser Engagement für die Umsetzung des Friedens in Gaza vertreten sowie an all unsere Beiträge erinnern, die wir für Gaza und Palästina im Allgemeinen geleistet haben.“
Das bedeute aber nicht, dass die EU-Kommission dem Board of Peace beitrete, so Paula Pinho weiter. Von EU-Seite sei man zu dem Thema auch in Kontakt mit den Mitgliedstaaten.
„Die EU-Außenbeauftragte ist mit den Ministern und Ministerinnen in Kontakt. In der kommenden Woche haben wir ein Treffen der EU-Außenminister. Und dort wird diskutiert werden, was die EU konkret zum Friedensplan in Gaza beitragen kann.“
Kritiker sehen im Board of Peace einen Zusammenschluss mit der Weltsicht eines Donald Trump. Andere kritisieren, dass es bereits einen Friedensrat in Form der Vereinten Nationen gebe. Als Beobachter wollen bei der ersten Sitzung des Board of Peace auch die EU-Staaten Italien, Rumänien, Griechenland und Zypern teilnehmen.