Bei der EU-Kampagne #LassReden geht es vor allem ums Zuhören. Die EU-Kommission hat die Kampagne jetzt gestartet, um mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen, sagt Birgit Schmeitzner von der deutschen Vertretung der EU-Kommission in Berlin.
Holger Winkelmann | Euranet Plus „Wir sind erstmal unterwegs, quer durch Deutschland und hören zu. Wo drückt der Schuh, welche Themen finden junge Menschen zwischen 16 und 24 wichtig? Was wollen sie unbedingt politisch umgesetzt wissen? Was erwarten sie von der EU? Also letztlich mitreden, Ideen einspeisen. Und das ganz ohne, dass wir ihnen vorab schon Themen vorgeben würden. Die jungen Menschen entscheiden selbst, was ihnen wichtig ist und wo sie von uns Antworten wollen. Welche konkreten politischen Strategien, Ziele und Ergebnisse.“
Die Phase des Zuhörens soll im Frühjahr 2026 online und offline stattfinden. Mit an Bord sind u.a. auch junge Influencer.
„Die sind schon allein vom Alter her viel näher an der Zielgruppe dran als wir, und das erleichtert natürlich das miteinander reden. (…) Da gibt es dann zum Beispiel den LassReden-Cube. Das ist ein mobiles Podcast- und Video-Studio. Das wird dann an etwa 10 Stationen quer durch Deutschland halt machen.“
Die EU versucht in verschiedenen Formaten immer wieder gezielt die jungen Europäerinnen und Europäer zu erreichen. Denn die müssen schließlich noch lange mit den heute gestellten politischen Weichen leben, sagt Birgit Schmeitzner.
„Und im Frühsommer, da geht es dann in die nächste Phase. Da geht es dann daran, Antworten zu geben, Zusammenhänge zu erklären. Weil klar, Europa ist nicht immer alles so total einfach und gut und schnell auf den ersten Blick zu verstehen. Wir werden sagen, was wir schon tun, was sich noch ändern kann, was vielleicht auch schon so bisschen in der Pipeline ist. Aber vielleicht auch, was eben nicht in unserer Hand liegt, weil wir eben nicht zuständig sind. Und insgesamt werden wir hoffentlich ein Gespräch darüber starten, was sich die jungen Menschen in Deutschland von der EU konkret erhoffen.“