Die EU will Vorreiter sein, wenn es um die Reduzierung von Wegwerfplastik und Plastikmüll geht. Das Verbot von 10 Einweg-Plastik-Produkten war ein Schritt. Aktuell läuft eine öffentliche Befragung zum Thema Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff durch die EU-Kommission. Um Plastikverschmutzung weltweit geht es in diesen Tagen beim UN-Plastik-Gipfel in Genf. Es könnte was Gutes gelingen, sagt Inger Andersen, Exekutivdirektorin des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP.
Fred MARVAUX Plastikmüll vor dem EU Parlament
„Ja, es ist kompliziert, es mag ein schmaler Weg sein, aber ja, es gibt einen. (…) Und wir können die Möglichkeit nicht verstreichen lassen, und wir dürfen nicht vergessen, dass die Welt ein Abkommen braucht, denn die Krise entgleitet uns. Außerdem, die Menschen, die mit dieser Umweltverschmutzung leben müssen, sind offen gesagt richtig sauer. Wir wissen; das Plastik ist in unserer Natur, unseren Ozeanen, und ja, in unseren Körpern.“
Die Verhandlungen in Genf finden bis zum 14. August statt und sollen ein wirksames Instrument zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung schaffen. Delegationen aus über 160 Staaten verhandeln. Dabei geht es aber um eine Sache nicht, hat Katrin Schneeberger, die Direktorin des schweizerischen Bundesamts für Umwelt gleich zu Beginn gesagt:
„Im Gegensatz zu manchen Medienberichten geht es nicht um eine Produktionsbegrenzung. Die Klärung dieser Frage war eine wichtige Botschaft an die Erzeugerländer. Ein gemeinsames Verständnis dafür, dass sowohl auf der Produktions- als auch auf der Verbraucherseite Maßnahmen erforderlich sind, kann die Verhandlungen voranbringen.
Ein Ziel ist; bis 2040 sollen keine Kunststoffe mehr in die Umwelt gelangen.