Spanien aktiviert EU-Katastrophenschutz-Verfahren

In Spanien werden nach den verheerenden Regenfällen von vor zwei Wochen immer noch Menschen vermisst. Die Behörden hatten am Sonntagabend von 32 Vermissten gesprochen. Spanien hat am Wochenende den EU-Katastrophenschutzmechanismus aktiviert, um Hilfe aus der EU zu bekommen.

The national flag of Spain next to the European flag

„Es wird im Wesentlichen um zwei Arten von Unterstützung gebeten. Einerseits um materielle Unterstützung, die Unterkünfte, Hygiene- und Sanitärmaterialien, aber auch Reinigungskapazitäten betrifft. Andererseits geht es auch um personelle Ressourcen. Also um Experten in verschiedenen Bereichen, darunter Abfallmanagement und Logistik.“

Ein Liaison-Officer des EU-Krisenteams habe sich bereits nach Spanien aufgemacht, um vor Ort bei der Koordinierung zu helfen, so der Kommissionsprecher weiter. Es habe auch bereits Angebote aus mehreren EU-Mitgliedsstaaten zum technischen Equipment gegeben, doch der Bedarf müsse durch Spanien noch weiter spezifiziert werden.

Die Menschen in der besonders betroffenen Region Valencia sind weiter extrem aufgebracht. In der Stadt Valencia waren am Wochenende etwa 130.000 Demonstranten auf der Straße. Sie werfen den verantwortlichen Behörden vor, zu spät informiert und zu spät geholfen zu haben. Daraus sei die Katastrophe mit mehr als 200 Toten geworden.