EU-Kommission verlangt mehr Informationen von Temu und Shein

Die chinesischen Plattformen Temu und Shein locken Millionen Online-Shopper mit oft extrem günstigen Angeboten. Doch um welchen Preis? Die europäische Verbraucherorganisation BEUC kritisiert bei Temu: „Es besteht der Verdacht, dass gegen verschiedene EU-Gesetze verstoßen wird, die dem Schutz der Verbraucher dienen.“ BEUC hatte deshalb im Mai Beschwerde eingereicht, u.a. bei der EU-Kommission. Die hat Temu und Shein jetzt aufgefordert, mehr Informationen über die Einhaltung des DSA, des Gesetzes über digitale Dienste, zu liefern. Schon im April dieses Jahres hatte die EU-Kommission Shein aufgefordert, die Regeln des DSA einzuhalten.

Holger Winkelmann | Euranet Plus

„Die Kommission hat Shein als eine sehr große Onlineplattform unter dem Digital Services Act – DSA – eingestuft. Shein ist ein Online-Händler für Mode, der mehr als 45 Millionen Nutzer in der EU erreicht. Und nach der Einstufung muss Shein jetzt innerhalb von vier Monaten die strengsten Regeln des DSA einhalten.“

Die EU-Kommission will jetzt bis zum 12. Juli 2024 wissen, was Shein und Temu tun, oder zu tun gedenken, um den Verpflichtungen nachzukommen. Der EU-Kommission geht geht es u.a.um den Mechanismus, um illegale Produkte zu melden und um die Manipulation von Nutzerinnen und Nutzern. Auch zum Jugendschutz gibt es Fragen.